Taromantie

Mancy

Definition

Die fachliche Bezeichnung für Wahrsagung mit Tarotkarten, behandelt als eigenständige Disziplin innerhalb der breiteren Kategorie der Kartomantie (Karten-Wahrsagung).

Ursprung

Der Begriff „Taromantie" trat im 19. Jahrhundert ins Englische ein, als der Okkultismus eine eigene Taxonomie entwickelte. Ältere französische Quellen sprachen von cartomancie und behandelten das Tarot als eine Variante davon. Das Suffix „-mantie" stammt vom griechischen manteia (Wahrsagung), wie in Nekromantie oder Geomantie.

Entwicklung

Taromantie unterscheidet sich von Kartenspielen, die Tarotdecks verwenden (tarocchi, Tarock) — dieselben Karten für völlig unterschiedliche Zwecke. Die Trennung zwischen Spiel und Wahrsagung geht erst auf die esoterische Neudeutung im Frankreich des späten 18. Jahrhunderts zurück.

In der Praxis

Die taromantische Praxis reicht von intuitiven Lesungen (Meditation mit einer einzigen Karte) über systematische (Keltisches Kreuz, astrologische Radlegungen) bis zu langen erzählerischen Lesungen. Gemeinsamer Kern: das zufällige Ziehen wird als sinntragend, nicht als zufällig behandelt.

Vertiefung

Das Wort erinnert daran, dass Tarot eine Form der Kartomantie unter vielen ist. Spielkarten (Kartomantie mit 52 Karten), Lenormand-Karten, Orakeldecks und Tarotkarten tragen alle Wahrsagung mit sich überschneidenden, aber unterschiedlichen Techniken. Taromantie ist konkret die Praxis mit 78 Karten.

Siehe auch

  • Tarot-Wahrsagung
  • Tarot-Lesen
  • Kartomantie mit Tarot