Mondzeichen
AstrologyDefinition
Das Tierkreiszeichen, das der Mond im Augenblick der Geburt einnimmt — es repräsentiert die emotionale Natur, die inneren Bedürfnisse und die unbewusste Antwort auf das Leben.
Ursprung
Der Mond ist seit babylonischer Zeit ein astrologischer Schwerpunkt; der Begriff des Mondzeichens wurde in der hellenistischen Astrologie formalisiert. Die vedische Astrologie hat das Mondzeichen (rashi) stets als bedeutsamer angesehen als das Sonnenzeichen — das Gegenteil der modernen westlichen Pop-Astrologie.
Entwicklung
Der Mond durchläuft den Tierkreis in 27–28 Tagen, das heißt er wechselt das Zeichen alle 2,5 Tage. Ein präzises Mondzeichen erfordert daher das genaue Geburtsdatum, nicht nur das Jahr, und im Idealfall die Geburtszeit, wenn der Mond nahe einem Zeichenwechsel steht.
In der Praxis
Das Mondzeichen beschreibt, wie eine Person fühlt und Emotionen verarbeitet, was sie braucht, um sich sicher zu fühlen, und wie sie unter Druck instinktiv reagiert. Viele Astrologen halten es im Alltag für treffender als das Sonnenzeichen, besonders zur Introspektion.
Vertiefung
Der Mond steht zugleich für die mütterliche Imago und dafür, wie Fürsorge erlebt wurde — ein Aspekt, den Carl Jung psychologisch reich fand. Schwierige Mondzeichen-Stellungen (Steinbock, Skorpion) deuten oft auf unerfüllte emotionale Bedürfnisse aus der Kindheit hin, denen das Erwachsenenleben bewusst begegnen muss.
Siehe auch
- lunares Zeichen
- Mondzeichen
- rashi