Elementargeist

Esoteric

Definition

In der westlichen esoterischen Tradition ein Naturgeist, der einem der vier klassischen Elemente entspricht: Salamander (Feuer), Sylphen (Luft), Undinen (Wasser) und Gnome (Erde).

Ursprung

Das Schema der vier Elementarwesen wurde vom Schweizer Alchemisten Paracelsus im 16. Jahrhundert in seinem Liber de Nymphis (posthum 1566 erschienen) systematisiert. Paracelsus griff auf ältere volkstümliche Vorstellungen von Naturgeistern zurück und verband sie mit der aristotelischen Elementenlehre.

Entwicklung

Paracelsus beschrieb Elementarwesen als Zwischenwesen — teils materiell, teils geistig — die ihr jeweiliges Element bewohnen. Der hermetische Orden der Golden Dawn bewahrte seine Typologie im 19. Jahrhundert und nutzte sie für elementare Magie. Moderner Wicca und Zeremonialmagie führen das viergliedrige Schema fort.

In der Praxis

Praktizierende rufen Elementarwesen an, wenn sie mit den entsprechenden Qualitäten arbeiten: Salamander für Wandel und Leidenschaft, Sylphen für Klarheit und Kommunikation, Undinen für Gefühl und Intuition, Gnome für Erdung und materielle Arbeit. Jedes wird mit den passenden elementaren Werkzeugen angesprochen (Kerze, Räucherwerk, Wasser, Salz).

Vertiefung

Ob Elementarwesen wörtliche Entitäten oder psychologische Personifikationen elementarer Qualitäten sind, ist eine immerwährende Debatte. Beide Lesarten haben ähnliche praktische Wirkungen: Den „inneren Gnom" zu kontaktieren oder „einen tatsächlichen Gnom" — beides erdet die Praktizierende in Erdqualitäten. Die Phänomenologie ist dieselbe.

Siehe auch

  • Naturgeister
  • paracelsische Elementarwesen
  • Elementarwesen